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Hackathon 2019 am KIT – 15.05.2019

Coden, was das Zeug hält 

 

Vom Hackathon am KIT in Karlsruhe und warum sich ein unternehmerisches Engagement im studentischen Umfeld lohnt. 

 

Der Hackathon im Mai 2019 am wbk Institut für Produktionstechnik des KIT widmete sich Themen rund um das Internet of Things. Studierende aller Fachrichtungen hatten 32 Stunden Zeit, um smarte Lö-ungen in den Bereichen Kommissionierung, Logistik und Automatisierung zu entwickeln und in einem Business-Case zu zeigen. Die artiso solutions GmbH unterstützte diese Veranstaltung als Sponsor, war Mitglied der Jury und stand bei Fragen zur technischen Umsetzung mit Rat und Tat zur Verfügung. 

 

„Cool, was da in dieser kurzen Zeit an Ideen herausge-kommen ist“, das war die einhellige Meinung von Matthias Rink und Cédric Tissot der artiso solutions GmbH nach den 32 Stunden des Hackathon am KIT in Karlsruhe. „Der Aufwand in der Vorbereitung, das fi-nanzielle Engagement und unsere Präsenz vor Ort haben sich auf jeden Fall gelohnt“s schiebt Matthias Rink, federführend im Bereich Open Innovation der artiso, nach. Was nun bewegt ein Unternehmen, sich fern vom täglichen Business bei einer solchen Veran-staltung zu engagieren? „Ganz einfach“, sagt Rink „wir leben von Ideen, vom Impuls, bei einer Aufgabenstel-lung einfach mal zu machen und uns von der Dynamik des Augenblicks inspirieren zu lassen“. Als Entwicklungspartner von Kardex Remstar, Anbieter von auto-matisierten Lager- und Bereitstellungssystemen, die dem wbk für deren Lernfabrik ein komplettes Bereit-stellungsmodul überlassen haben, lag es daher nahe, in diesem Umfeld auf Spurensuche zu gehen. Neben den vielfältigen Lösungsansätzen – vom navigationsfähigen Handschuh mit Kraftsensoren zur Kompressionsdruckmessung bis zur Programmierung von RFID Chips zum Inhaltsabgleich an Behäl- tern – wurde Einiges an Hirnschmalz aufgebracht, um die Jury von den jeweils erarbeiteten Ideen zu überzeugen. 

 

Den mit 2.500 Euro dotierten 1. Preis hat letztendlich die Idee zur automatisierten Größenanpassung der Verpa-ckung an einen Artikel gewonnen. Das Team bestach bei seiner Lösung nicht nur mit der technischen Umsetzung der Anforderung, sondern auch durch eine pfiffige Präsen-tationsidee. Auch diese spielte bei der Bewertung eine Rolle. Daher wurde für die Teams auch ein Präsentations-workshop angeboten, bei dem sich jeweils ein Teamvertre-ter von Verkaufsprofis Tipps dazu einholen konnte, wie sich Ideen möglichst begeisternd an den Mann und die Frau bringen lassen. 

 

Vom dritten Preis waren vor allem die Vertreter von Kardex und der artiso begeistert. Das Team präsentierte eine über eine Smartwatch gesteuerte Bewegungskontrolle für das Picken von Artikeln aus Behältern einer simulierten Kommissionierungsma-schine. Dabei wurde über einen Vibrationsalarm signalisiert, wenn die Hand nicht zum korrekten Behälter des zu pickenden Artikels geführt wurde. Damit solche Ideen überhaupt durchge-führt werden können, müssen die entsprechenden Schnittstellen zur Verfügung stehen. In diesem Bereich war auch artiso für Kar-dex tätig. Die Digitalisierungspartner aus Blaustein entwickelten mehrere Schnittstellen für den Megamat RS 350 und damit die Voraussetzung für eine Industrie 4.0-Vernetzung. 

 

„Damit können nun alle für die Verarbeitung notwendigen Devices von der Smartwatch bis zu MR-Brille interkommunikativ eingebunden wer-den. Bisher war eine solche Einbindung nur voneinander losgelöst möglich“, sagt Cédric Tissot. Kardex sieht darin den Vorteil, dass durch fehlerminimierendes Picken die Bereitstellungszeiten bei der Kommissionierung erheblich verkürzt und damit Produktionskosten reduziert werden können. Deshalb will das Unternehmen diesen Lö-sungsansatz zusammen mit den Entwicklerteams der artiso auch weiterverfolgen. 

 

„Von solchen Veranstaltungen profitieren wir in mehrfacher Hinsicht“, sind sich Matthias Rink und Cédric Tissot einig „ denn wir können bereits im Vorfeld die mit Kardex gewonnenen Erfahrungen in ein Aufgabenprofil einbringen und anschließend auch mit einer entsprechenden Expertise be-gleiten. Der Lösungsansatz ist wiederum eine Herausforderung für uns, an den neu gewonnenen Ideen weiterzuarbeiten.“

 

Neben viel Hirnschmalz und wenig Schlaf war die Veranstaltung ge-prägt durch eine exzellente Organisation, gutes Essen, eine super Stimmung und viel Pioniergeist. „Den Spirit des Augenblicks zu erle-ben, lohnt sich“, daran lassen Rink und Tissot entsprechend auch kei-nen Zweifel – und denken bereits daran, wie der Prozess eines Hacka-thon womöglich auch in die eigene agile Entwicklungsarbeit mit ein-fließen kann. 

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